Tuning und Aufrüsttipps für SWTOR
Das neue Online-Rollenspiel Star Wars: The Old Republic – oder kurz einfach SWTOR – wurde lange erwartet und soll dem mittlerweile doch etwas in die Tage gekommenen Klassenprimus World of Warcraft einheizen. Dies scheint zumindest angesichts der zahlreichen Spieler, die sich bisher schon für SWtoR entschieden haben, gelungen zu sein. Da ein Spiel wie SWTOR auch viele User interessiert, die normalerweise eher selten aufwändigere PC-Spiele kaufen und keinen hochmodernen PC besitzen, wollen wir an dieser Stelle einige Tipps geben, wie man SWTOR flüssiger spielen kann. Außerdem findet ihr hier Kauftipps für passende Hardware, wenn SWTOR selbst auf niedrigsten Einstellungen eher eine Diashow ist.
Einigermaßen ambitioniertere Gamer werden nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit einen PC besitzen, der SWTOR im wahrsten Sinne des Wortes spielend schafft – denn die Grafik des Onlinerollenspiels ist zwar sehr stimmungsreich und liebevoll umgesetzt, rein technisch gesehen aber Prachtexemplaren wie Battlefield 3 weit unterlegen. Daher fordert SWTOR selbst für die maximalen Grafikeinstellungen keine übermäßig hohe Hardwareleistung.
Grafikmenü und Einstellungstipps
Ein Tipp vorweg für die Besitzer von AMD-Grafikkarten: ihr solltet für SWTOR am besten im Treibermenü der Grafikkarte Antialiasing (Kantenglättung) erzwingen, da ihr ansonsten im Spiel mit sichtbaren Kanten bei Objekten konfrontiert werdet. Dies benötigt allerdings natürlich auch etwas Leistung, das heißt: im Zweifel müsst ihr ausprobieren, ob ein erzwungenes Antialiasing für euch sinnvoll ist oder nicht. Das Grafikmenü von SWTOR ist recht übersichtlich. Ihr könnt zunächst einfach eine der Voreinstellungen
ausprobieren. Sollte das Spiel mit zum Beispiel der Grafikqualität-Voreinstellung “hoch” ruckelig laufen, dann testet den nächstniedrigeren Modus. Läuft dieser einwandfrei, dann könnt ihr beim Menüpunkt “Erweitert” die vorhandenen Menüpunkte einzeln erhöhen und somit ausprobieren, an welcher der Einstellungsschrauben ihr die Grafikqualität verbessern könnt, ohne dass SWTOR wieder zu ruckeln beginnt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Details hoch einzustellen, bei der Auflösung aber bewusst eine geringere Auflösung zu wählen als die, die euer Monitor normalerweise hat. Das Spiel wird dann je nach Monitor eventuell etwas unschärfer wirken, es kann aber in der Summe immer noch besser aussehen, als wenn ihr bei den Details sehr geringe Einstellungen wählen müsst, nur um SWTOR flüssig zu spielen. Dies hängt aber eben auch vom Monitor ab und muss von euch ausprobiert werden. Weiter geht es auf Seite 2!
Modern Warfare 3: “Größter Entertainment-Launch aller Zeiten” – 6,5 Millionen verkaufte Spiele am ersten Tag
Innerhalb von 24 Stunden wurde Call of Duty: Modern Warfare 3 mehr als 6,5 Millionen Mal verkauft. Und diese Zahlen gelten aktuell nur für den US- und UK-Markt. Doch schon damit stellt Activision einen neuen Rekord auf, ebenso mit 400 Millionen Dollar Umsatz in den ersten 24 Stunden. Battlefield 3 hat das Nachsehen.

Call of Duty: Modern Warfare 3 hat sich – wie von Analysten erwartet – zu einem Mega-Erfolg für Activision gemausert. Wie der Konzern heute mitteilte wurde das Spiel alleine in den USA und Großbritannien zusammen mehr als 6,5 Millionen Mal verkauft. Und zwar in den ersten 24 Stunden nach dem Launch. Das entspricht 400 Millionen Dollar Umsatz, Modern Warfare 2 kam 2009 auf 310 Millionen Dollar Umsatz am ersten Tag. Damit schlägt Modern Warfare 3 den Konkurrenten Battlefield 3. Electronic Arts gab bekannt, dass man innerhalb von einer Woche weltweit 5 Millionen Spiele verkaufen konnte. Activision-Chef Robert Kotick gibt sich entsprechend begeistert: “Der Launch von Call of Duty: Modern Warfare 3 ist der größte Entertainment-Launch aller Zeiten. Und diesen haben wir bereits mit nur zwei Territorien erreicht!”
Es gebe kein anderes Entertainment-Produkt, dass drei Jahre hintereinander einen neuen Rekord aufgestellt habe. “Die bisherigen Verkaufszahlen der Serie stellen sogar Blockbuster wie Star Wars oder Der Herr der Ringe in den Schatten, zwei der erfolgreichsten Entertainment-Franchises aller Zeiten.” Der bisherigen Verkaufszahlen sorgen für einen Umsatz in Höhe von beeindruckenden 400 Millionen US-Dollar.
Origin: Datenschutz in NRW nimmt Ermittlungen auf
Was viele Gamer forderten tritt nun ein. Der Landesbeauftragte für Datenschutz in Nordrhein-Westfalen nimmt nun offiziell die Ermittlungen im Fall Origin auf. Mehr dazu in dieser News.

Für die Beantwortung dieses Kataloges hat EA nach Angaben des LDI zwei Wochen Zeit. Sollte nach Ablauf dieser zwei Wochen inklusive einer Verlängerung keine Rückmeldung seitens Electronic Arts vorliegen, kann der LDI Strafmaßnahmen wie z.B. Bußgeld Zahlungen veranlassen.
Über was EA genau befragt wird ist nicht bekannt, jedoch wird man sobald eine Auswertung des Kataloges erfolgt ist, die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis setzen.
Wir bleiben selbstverständlich für euch am Ball und versorgen euch mit allen Neuigkeiten zu diesem brandaktuellen Thema.
Electronic Arts lenkt nach Spielerprotesten ein
Sie wollten doch nur ballern: Verärgert mussten PC-Spieler festellen, dass das heißbegehrte Kriegsspiel “Battlefield 3″ nicht nur durch brilliante Grafik sondern auch durch sein Kleingedrucktes auffiel: Nutzer befürchteten, dass ihre Rechner ausspioniert würden. Jetzt hat der Hersteller Electronic Arts auf die wütenden Proteste reagiert.
Von Fiete Stegers, tagesschau.de
Im Spiel “Battlefield 3″ geht der Spieler als Soldat ins Gefecht. Fünf Millionen verkaufte Exemplare in wenigen Tagen – der Ego-Shooter “Battlefield 3″ stellte beim Hersteller, dem Branchenriesen Electronic Arts, nach eigenen Angaben einen neuen Absatzrekord auf. Ebenso schnell brach nach dem Erscheinen des Spiels in der vergangenen Woche aber auch ein Proteststurm von Spielern los: Beim Online-Händler Amazon erntete das Spiel trotz beeindruckender Technik nur einen mageren Stern und vernichtende Nutzer-Kritiken. Stein des Anstoßes waren die Nutzungsbedingungen für das Spiel, die Käufer nach einer Installation auf ihrem PC mit einem Mausklick akzeptieren mussten.
Viele Spielekäufer befürchten, sich ein Kuckucksei auf den Rechner geladen zu haben. Denn Electronic Arts ließ sich im sogenannten “End User Licence Agreement” für die Nutzung der mit dem Spiel verbundenen Online-Plattform “Origin” weiträumige Rechte einräumen.
“Funktionen wie bei Spyware”
Am schwerwiegendsten: Die Genehmigung für Electronic Arts, den gesamten Computer per Ferndiagnose zu scannen, inklusive Hardware, Software und Daten – wahrscheinlich, um festzustellen, ob andere, nicht legal erworbene Software von Electronic Arts auf dem PC installiert ist. “Was ein Kopierschutz sein sollte, funktioniert wie Spyware”, bringt es der Rechtsanwalt Thomas Schwenke gegenüber tagesschau.de auf den Punkt. Noch weitere Passagen verstießen nach seiner Ansicht gegen deutsches Datenschutz-Recht – darunter die Verknüpfung mit persönlichen Daten und das Recht zur Überwachung der über die “Origin”-Anwendung stattfinden Kommunikation zwischen Spielern.
Die detaillierte Analyse stachelte den Zorn auf Electronics Arts weiter an – schon kursierten unbestätigte Bildschirmfotos, die fragwürdige Zugriffe der Electronic-Arts-Software zeigen sollten. “Deren Echtheit wurden nicht bestätigt – aber auch nicht von Electronic Arts dementiert”, kommentiert Schwenke.
Firma: “Persönliche Daten werden nicht erfasst”
Aber das Unternehmen reagierte: “Weder nutzen noch installieren wir Spyware auf den PCs unserer Nutzer. ‘Origin’ erfasst in begrenztem Umfang Informationen, die notwendig sind, um Nutzern das Kaufen, Herunterladen, Zugreifen und Spielen von Games und Spiele-Inhalten zu ermöglichen. Die Informationen werden zudem benötigt, um Online-Verbindungen mit anderen Spielern herzustellen sowie Inhalte und Software-Updates direkt auszuliefern”, erläutert Firmensprecher Martin Lorber.
Bilder, Dokumente oder persönliche Daten, die nichts mit der Ausführung des “Origin”-Programms auf dem System des Spielers zu tun haben, würden nicht erfasst.”Wir haben die Endnutzer-Lizenzvereinbarung von ‘Origin’ aktualisiert, um im Interesse unserer Spieler mehr Klarheit zu schaffen”, teilte Lorber am Montagabend mit.
Kritische Passagen seien verschwunden, bestätigt Rechtsanwalt Schwenke. “Wenn die Bedingungen von Anfang an so gewesen wären, hätte es diesen Proteststurm nicht gegeben”, sagt er.
Lizenzvertrag geändert – Software auch?
Markus Beckedahl von der Organisation Digitale Gesellschaft, die sich für Bürger- und Verbraucherrechte im Netz einsetzt, bleibt skeptisch: “Ich bin etwas verwundert, dass letzten Freitag die Software laut EULA noch ausgiebig Kundenrechner ausspionieren sollte, jetzt die EULA geändert wurde, aber die Software dieselbe ist. Das klingt danach als ob die Software immer noch die Kundenrechner ausspioniert und Daten nach Hause übermittelt. Welche genau muss jetzt überprüft werden.” Er fordert: “Behörden sollten sich in Deutschland genauer die Software anschauen.” Die Landesdatenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen will sich laut “Spiegel Online” mit entsprechenden Fragen an Electronic Arts wenden. Das Unternehmen hat seinen Deutschlandsitz in Köln.
EA ist nicht allein
Die Verknüpfung von Spielen mit Online-Plattformen nimmt seit Jahren zu. Rechtsanwalt Schwenke nennt die vom Spiel “Counter-Strike” genutzte Plattform “Steam” und Sonys durch Sicherheitslücken aufgefallenes Playstation Network. “Für die Hersteller von PC-Spielen ist das ein Schutz vor Piraterie”, erläutert Till Kreutzer. “Electronic Arts ist ein besonders drastisches Beispiel, aber ähnliche Fälle werden immer kommen. Beim Vertrieb von digitalen Produkten diktieren die Anbieter die Regeln.” Der Fachmann für IT-Recht untersuchte 2006 für die Verbraucherzentralen die Nutzungsbedingungen von Computerspielherstellern: “Im Prinzip können Sie jedes Jahr drei solcher Studien machen.”
Die Verbraucherzentralen, die gegen Vertragsbedingungen klagen könnten, seien mit der Überwachung des Marktes aber überfordert. Einzelne Verbraucher könnten nur durch Kaufverweigerung reagieren – oder durch massenhaften Protest wie im Fall “Battlefield 3″. “Das hat auf Electronic Arts abschreckend gewirkt”, sagt Kreutzer. Schließlich sei der Gesetzgeber gefordert, durch rechtliche Klarstellungen die Situation für Verbraucher verbessern.
Spiegel Online: Spieleriese überarbeitet Schnüffelklauseln

“Mehr Klarheit” verspricht sich der Spielehersteller Electronic Arts von neu formulierten Lizenzvereinbarungen für seine umstrittene Kontroll-Software Origin. Den Anlass für die Überarbeitung der Nutzungsbedingungen beschreibt EA da etwas verharmlosend: Wer neue Blockbuster-Spiele von EA auf einem PC spielen will, muss das Zusatzprogramm Origin installieren, das die Festplatte durchsucht. Der Konzern räumte sich bisher weitreichende Rechte zur Datenauswertung ein. Die bisher geltenden Bedingungen widersprechen der Ansicht von Juristen zufolge deutschem Recht.
Nun hat EA einige umstrittene Passagen in der Lizenzvereinbarung gestrichen, andere überarbeitet und wenige präzisiert (hier ein Dokumentation der Änderungen). Gelöscht hat EA eine Klausel, die dem Konzern die Nutzung von “technischen und verwandten Informationen” von den Kundencomputern zu Marketingzwecken erlaubt.
An der Origin-Software selbst will EA nichts ändern. Auf die Frage, ob man auch die Software anpassen werde, antwortet ein Firmensprecher: “Die Lizenzvereinbarungen von Origin entsprechen branchenüblichen Datenschutzerklärungen, wie sie von vielen anderen populären Web-Services verwendet werden.” Man werde aber soweit erforderlich mit den zuständigen staatlichen Stellen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Richtlinien “gesetzeskonform sind und bleiben”. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Nordrhein-Westfalen prüft den Fall. Den Einsatz der Software hatte EA nicht vorab mit der Behörde abgesprochen.
Kontroll-Software bleibt verpflichtend
EA zeigt sich von der Kritik an der Software unbeeindruckt. Die Installation des Zusatzprogramms soll bei der Nutzung der PC-Versionen kommender Titel verpflichtend sein, dazu zählen unter anderem “Star Wars: The Old Republic”, “Need for Speed The Run” und “Mass Effect 3″.
Erklärungen dazu, welche Daten gesammelt und verarbeitet werden, hat EA in dem neuen Lizenzvertrag an mehreren Stellen eingestreut. Am Anfang des Rechtstextes ist nur die Rede davon, dass EA mit den erhobenen Daten “beispielsweise” prüft, ob die “Anwendung weltweit richtig funktioniert”. Eine Überprüfung des Rechners auf Raubkopien von EA-Software ist hier nicht erwähnt.
Dieser Hinweis steht etwas weiter unten im Text:
“Die Anwendung und eine Internetverbindung sind notwendig, um die Lizenz bestimmter Produkte zu prüfen, die von EA vertrieben werden. Sie bestätigen und stimmen zu, dass die Anwendung automatisch Lizenzrechte für einige oder alle EA-Produkte prüfen kann, ohne Sie separat darüber zu benachrichtigen.”
Die EA-Kunden stimmen zu, dass die Anwendung Informationen über Ihre “Computer, Ihre Hardware und Ihr Betriebssystem” zur Erstellung “eines anonymen Geräte-Identifikationscodes” benutzen kann, um Lizenzrechte zu prüfen und die Anwendung zu aktualisieren. Die zu diesem Zweck abgerufenen Informationen werden laut dem Rechtstext nicht in “auslesbarer Form” gespeichert.
Unklar ist, inwiefern der Identifikationscode anonym ist. Der Lizenzvertrag erlaubt EA an einer anderen Stelle “die Verarbeitung, Speicherung, Nutzung und Übermittlung” weiterer Daten, konkret der IP-Adresse und der MAC-Adresse. Bei der MAC-Adresse handelt es sich um eine eindeutige Identifikationsnummer, die jeder Netzwerkadapter in Routern, PC und Mobiltelefonen hat.
EA schließt persönliche Dokumente von Datensammelei aus
Verwirrend ist eine weitere Einwilligung, die der Kunde gegenüber EA per Lizenzvertrag gibt: Man willigt ein, dass “EA personenbezogene Daten mit technischen Informationen über Ihr System und Ihre Hardware kombiniert”, um “seine Produkte und Dienstleistungen zu verbessern, Fehler zu beheben”. Was genau EA unter personenbezogenen Daten versteht, ist hier nicht definiert.
Persönliche Dokumente auf den Rechnern der Kunden schließt EA aber eindeutig von der Datensammelei aus. In dem neuen Lizenzvertrag heißt es: “Von der Anwendung werden keinerlei Daten wie Bilder, Dokumente oder sonstige mit der Anwendung nicht in Zusammenhang stehende persönliche Daten aufgerufen oder erhoben.”
Mehrere EA-Kunden hatten protokolliert, welche Dateien auf ihrem Computer die EA-Software untersucht. Einem Nutzer zufolge durchsuchte die Software Origin bei ihm auch das Verzeichnis eines Programms für die Steuererklärung. Ein anderer Nutzer berichtet, dass Origin Back-ups seines Handys auf der Festplatte durchsuchte und Dateien mit Telefonbuchkontakten und Kalendereinträgen scannte. Ein EA-Sprecher schließt gegenüber SPIEGEL ONLINE aus, dass die Origin-Software so vorgeht: “Auf persönliche Daten, die nichts mit der Ausführung des Origin-Programms auf dem System des Spielers zu tun haben, wird weder von uns zugegriffen noch werden sie von uns gesammelt.”
Präzisiert hat Electronic Arts zudem, wer die gesammelten Daten verarbeitet: Die US-Muttergesellschaft in Kalifornien ist für alle “in Zusammenhang mit Origin erhobenen, genutzten und verarbeiteten Daten” verantwortlich. Gespeichert und verarbeitet werden die personenbezogenen Daten dem neuen Lizenzvertrag zufolge “in den Vereinigten Staaten und / oder in Kanada”. Electronic Arts nutzt bei dem Origin-Dienst auch Amazon-Server zur Datenverarbeitung. Ein Sprecher erklärt dazu: “Die Nutzung von Cloud Computing ist in der Industrie üblich, der Grund hierfür liegt in der Skalierbarkeit bei Spitzenauslastungen. Dabei verarbeiten wir jedoch keinerlei Kundendaten, die nichts mit dem Spiel zu tun haben.”
n-tv : EA schreckt zurück und säuselt
Electronic Arts säuselt in einer Pressemitteilung nun mit “Unklarheiten“, betont die Besonnenheit im Umgang mit den Nutzerdaten und kontert die Einschätzung des Rechtsanwalts Thomas Schwenke.
Diese Darstellung ist jedoch falsch. Gilt die verlinkte Version der Lizenvereinbarungen, überträgt Origin noch immer Daten im Verborgenen. So heißt es in der aktualisierten Fassung: “Sie bestätigen und stimmen zu, dass die Anwendung automatisch Lizenzrechte für einige oder alle EA-Produkte prüfen kann, ohne Sie separat darüber zu benachrichtigen.” Darin erwähnt Electronic Arts einen “anonymen” Geräte-Identifikationscode, der mit Hilfe von “Informationen über Ihren Computer, Ihre Hardware und Ihr Betriebssystem” erstellt wird. Der Zweck: “Lizenzrechte prüfen” und die “Anwendung aktualisieren”.
Unter dem Titel “EA – es reicht!” gibt es einen Blog, der den Sturmlauf gegen die Software-Plattform dokumentiert. Die radikalste Forderung kommt aus Freiburg: In einer Online-Petition sprachen sich bislang über 7500 Personen für einen Verkaufsstopp von Battlefield 3 in Deutschland aus.
Die gesamte News könnt ihr hier lesen: http://www.n-tv.de/technik/EA-schreckt-zurueck-und-saeuselt-article4662291.html
Amazon Bewertungen weiter im Sinkflug
Auch am Tag 7 unserer Protestaktion hat sich auf Amazon.de die Stimmung nicht verändert – die Rezensionen sind weiter auf Sinkflug – ein Ende ist nicht abzusehen.
Inzwischen scheint die News und das Thema auch in anderen Ländern angekommen zu sein, so sind auch auf den englischsprachigen Amazonseiten überwiegend 1* Wertungen zu finden.
“Battlefield 3″ – Der Kampf hat begonnen
Eigentlich sollte “Battlefield 3″ für Electronic Arts der Verkaufsrenner des Herbsts werden. Doch der Hersteller hat seine Kunden verprellt – mit einer mitgelieferten Schnüffelsoftware.
Geht es um Werbung für seine Produkte, ist der Spielehersteller Electronic Arts (EA) um markige Worte nicht verlegen. Mit dem Slogan “Der Kampf hat begonnen” bewirbt das Unternehmen die lange erwartete, dritte Version des Egoshooters Battlefield. Der Softwaretitel des Unternehmens gilt als eine der erfolgreichsten Kriegssimulationen für PC und Spielekonsolen – mit einer großen, weltweiten Fangemeinde. Genau diese treuen Spieler haben gerade einen Kampf begonnen, diesmal nicht virtuell auf dem Monitor, sondern für das Unternehmen deutlich spürbar gegen die Software Origin.
Was Origin sein soll – und was es ist 
Um “Battlefield 3″ spielen zu können, muss der Kunde die aktuelle Version von Origin auf seinem PC installieren. Das Unternehmen erklärt das folgendermaßen: “Mit Origin kannst du deine Lieblings-EA-Spiele kaufen und spielen – jederzeit und überall. Mit Origins neuen Sozial-Features kannst du ein Profil erstellen, dich mit deinen Freunden vernetzen und mit ihnen chatten. Origin optimiert den Download-Prozess für ein schnelle und einfache Installation und Benutzung. Für den direkten Download von PC-Spielen ist der Origin-Client erforderlich.“
Was EA hier verschweigt, ist im Lizenzvertrag für diese Software versteckt. Der Kunde räumt dem Unternehmen umfassende Rechte ein, den PC zu überwachen und die erfassten Informationen zu verwerten. Dies schließt auch eine Weitergabe der Daten an Dritte ein.
Juristen und Datenschützer werden aufmerksam
Der Rechtsanwalt Thomas Schwenke kommt in seiner Analyse für das Magazin “Gamestar” zu folgendem Ergebnis: “Die Nutzungsbedingungen und der Endbenutzer-Lizenzvertrag von Origin sowie die Datenschutz-Richtlinien von Electronic Arts enthalten umfangreiche Verstöße gegen Verbraucher- und Datenschutzrechte. EA nimmt sich über die Nutzungsbedingungen das Recht heraus, einen umfangreichen Kopierschutz einzuführen, der in seiner Wirkung einer Spyware gleich kommt.”
Auch der Datenschutzbeauftragte für NRW, die deutsche Niederlassung von EA befindet sich in Köln, hat sich in den Vorgang eingeschaltet.
Nur ein Stern für Battlefield 3
Wesentlich emotionaler diskutieren Fans und Kunden des Spiels in diversen Online-Foren. Am deutlichsten lässt sich die Stimmung auf den Produktseiten des Online-Händlers Amazon ablesen, der das Spiel vertreibt. Die Produktbewertung fällt eindeutig aus, eine Stern von maximal fünf.
Electronic Arts überarbeitet Eula von Origin
Als eine erste Reaktion auf die Proteste hat EA den Endbenutzer-Lizenzvertrages (Eula) angepasst. Lange Passagen wurden gestrichen andere überarbeitet. “EA weiß, dass Ihnen wichtig ist, wie Informationen über Sie gesammelt, verwendet und weitergegeben werden und weiß deshalb Ihr Vertrauen zu schätzen, dass wir gewissenhaft und zweckmäßig mit Ihren Daten umgehen”, steht nun im neuen Endbenutzer-Lizenzvertrag (Eula) von Origin.
Weiterhin ist unklar, ob und welche Origin Daten, etwa über andere installierte Programme, an EA weitergeleitet werden. Das Unternehmen Electronic Arts hat sich auf Anfrage von N24 bislang nicht zu dem Thema geäußert.
(N24)
01.11.2011 12:48 Uhr

“Fahrzeugkampf zu Lande, zu Wasser und in der Luft” wirbt Electronic Arts und … 
